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pressemeldungen
Für Rauch-Kallat ist Vaterschutzmonat vorstellbar
Aber es ist noch nicht klar, wer das bezahlen soll.
Für Frauenministerin Maria Rauch-Kallat (V) ist ein
Vaterschutzmonat durchaus "vorstellbar", allerdings: "Wer
zahlt's?" - vor allem, wenn er voll wie der Mutterschutz bezahlt werden
soll, sagte sich die Ministerin im Gespräch mit der APA. "Ich könnte mir
vorstellen, dass der Vater - unmittelbar nach der Geburt - einen seiner
Karenzmonate vorzieht. Das wäre eine Variante, das ist für mich vorstellbar und
das müsste auch umsetzbar sein. Die volle Bezahlung kann ich mir aber nicht
vorstellen", so die Ressortchefin.
Der Vaterschutzmonat wäre aber "sicher" ein Beitrag, um Väter für die
Kinderbetreuung zu sensibilisieren. Die Regierung habe jedenfalls mit der
Möglichkeit der geteilten Karenzzeit einen Beitrag zur Sensibilisierung
geleistet.
Auf die Frage, wie man denn erreichen könnte, dass auch Männer vermehrt
Teilzeitarbeit annehmen, meint Rauch-Kallat: "Indem die Frauen bei den
Männern den Teil der Familienarbeit einfordern - und zwar vehement
einfordern". Es brauche auch eine weitere Bewerbung der Väterkarenz, entsprechende
Bewusstseinsarbeit in den Firmen. "Wir erleben immer noch, dass die
Väterkarenz auf relativ wenig Verständnis in den Firmen stößt. Und solange
Männer, die in Karenz gehen, von ihren Kollegen ausgelacht werden, wird die
Zahl nicht so rasant steigen."
04.03.2005
18:49
http://portal.tirol.com/politik/national//4486/index.do
Väterkarenz soll forciert werden
Gesundheitsministerin
Maria Rauch-Kallat (ÖVP) kann der Idee eines Vaterschutzmonates durchwegs etwas
abgewinnen. Für sie stellt sich allerdings die Frage nach der Finanzierbarkeit.
Die Opposition lässt indessen das Kostenargument nicht gelten.
Ein Vaterschutzmonat könnte im Rahmen der bereits jetzt möglichen
Kinderbetreuungszeit gleich nach der Geburt des Kindes genommen werden, sagte
Sozialministerin Ursula Haubner (FPÖ). Einen Zwang zur Inanspruchnahme des
Vaterschutzmonats oder der Kinderbetreuungszeit lehnt Haubner ab.
"Im Rahmen der Evaluierung des Kinderbetreuungsgeldes wird auch geprüft,
in welchem Ausmaß Väter bereit sind, die Kinderbetreuungszeit in Anspruch zu
nehmen! So wie wir für die Mütter beim Kinderbetreuungsgeld die Wahlfreiheit
erreicht haben, sollen auch Väter frei entscheiden können, ob und wann sie
dieses bereits bestehende Angebot von mindestens 6 Monaten Kinderbetreuungszeit
nützen", sagte Haubner in einer Aussendung.
Ein Zwang zum Vaterschutzmonat sei abzulehnen, weil dies eine
"Bevormundung der Eltern" wäre. Partnerschaftliches Handeln könne man
nicht durch Gesetze erzwingen, sondern dafür sei Überzeugungsarbeit
notwendig", bekräftigte die Sozialministerin
In einigen skandinavischen Ländern gibt es
ihn bereits, den Vaterschutzmonat. Väter werden mit Bezahlung freigestellt, um
während des ersten Lebensmonates ihres Kindes zu Hause bei der Familie sein zu
können.
http://www.orf.at/ 050305
"Lust auf Karenz wecken"
Für
Befürworter dieses Modells ist dies eine Möglichkeit, bei den Männern die Lust
darauf zu wecken, später einmal wirklich in Karenz zu gehen und länger beim
Kind zu bleiben. Von Regierungsseite war man der Idee bisher eher reserviert
gegenübergestanden.
"Frage der Finanzierung"
Jetzt scheint Bewegung in die Sache zu kommen. Frauenministerin Maria Rauch
Kallat findet die Idee prinzipiell nicht schlecht: "Ein Vaterschutzmonat
ist durchaus interessant. Die Frage ist nur, wie wird er finanziert und wo
nimmt man jemand anderem etwas weg um den Monat zu finanzieren", so Rauch
Kallat.
Männer müssen umdenken
Mit einem Vaterschutzmonat allein sei es aber nicht getan. Auch in den Köpfen
der Männer müsse sich etwas ändern. Zudem müsste man auch mit der Wirtschaft
verhandeln, ob die Männer einen Monat frei bekommen, so Rauch Kallat. Freilich:
Rauch Kallat ist nicht direkt zuständig. Die Kompetenz liegt bei
Sozialministerin Ursula Haubner.
"Am Geld soll es nicht scheitern" Das Kostenargument ist etwas, das Brigid Weinzinger von den Grünen nicht gelten
lassen will: "Dass es geht, wenn man will, hat die Regierung nicht zuletzt
beim Kindergeld bewiesen". Am Geld dürfe es nicht scheitern, meint auch
Gabriele Heinsch Hosek von der SPÖ: "Ich würde meinen, dass man vom
Einkommen her schon schaut, dass Väter ihr volles Einkommen bekommen."
Zudem, so SPÖ und Grüne, sollte man auch über die Einführung eines einkommensabhängigen
Karenzgeldes nachdenken. Auch das würde es vielen Männern erleichtern, sich
eine Auszeit für ihr Kind zu nehmen.
http://oe1.orf.at/inforadio/48371.html 050305
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